Leipzig (pm). Das gab es noch nie, doch die Corona-Krise macht es möglich: Der Podologie-Kongress, der normalerweise im Rahmen der BEAUTY FORUM Fachmesse in Leipzig stattfindet, wird dieses Jahr als Online-Kongress durchgeführt.

Was bedeutet das für Sie?

  • Egal, wo Sie wohnen: Sie können teilnehmen. Sparen Sie sich Anreise- und Hotelkosten!
  • Fortbildungspunkte trotz Corona: Mit dem Kongress sind Ihnen 6 Punkte sicher.
  • Kein gesundheitliches Risiko, ganz bequem zu Hause Neues lernen!
  • Viel günstiger: Da persönliche Beratungen, Produktvorstellungen und Produktverkauf an Messeständen nicht möglich sind, zahlen Sie für den Kongress 2020 nur die Hälfte!

Der Kongress mit dem Schwerpunktthema „Das Diabetische Fußsyndrom“ ist in drei Sessions unterteilt. Erleben Sie wissenschaftliche Weiterbildung auf höchstem Niveau. Wissenschaftliche Themen werden praxisnah und interdisziplinär von anerkannten Referenten der Branche präsentiert. 

Der 14. Podologie Kongress ist mit insgesamt 6 Fortbildungspunkten zertifiziert. Wenn Sie an einzelnen Sessions teilnehmen, erhalten Sie je Session 2 Fortbildungspunkte. Die einzelne Session kostet 14,00 Euro, die Teilnahme an allen drei Sessions 29,50 Euro.

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Session 1

Zugang zum Kongress ab 09.00 Uhr offen
09.30 – 09.45 Uhr Begrüßung
09.45 –11.25 Uhr

Diabetes & Psyche 

Psychische Leiden sind mit Diabetes häufig eng verknüpft, denn diese Diagnose bedeutet für viele Patienten einen Einschnitt in ihr Leben. Bei manchen führt die Erkrankung zu einer dauerhaften psychischen Belastung. So leiden Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig an Depressionen. Der Vortrag präsentiert eine Übersicht der Verhaltensweisen bei Patienten mit Multimorbidität und gerontopsychiatrischen Erkrankungen.

Jörg Halfmann
Heilpraktiker, Osteopath und Podologe mit eigener Praxis in Dortmund. Inhaber des Fortbildungszentrums Halfmann mit Schwerpunkt auf Fußgesundheit. Buchautor und Begründer des Podo-Taping-Concepts.

Anamnese bei Diabetespatienten

Anamnese heißt die sorgfältige Erhebung der Vorgeschichte des Patienten in Bezug auf seine aktuellen Beschwerden am diabetischen Fuß. Dabei ist darauf zu achten, dass wir ganzheitlich, biologische, soziale und psychische Aspekte mit einbeziehen. Durch die Einzelinformationen lassen sich oftmals Rückschlüsse auf Risikofaktoren und kausale Zusammenhänge erkennen. Durch eine standardisierte, podologische Anamnese beim Diabetiker können wir leichter unsere Therapie planen, erarbeiten und die podologische Behandlung präziser ausführen sowie den Informationsaustausch in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Berufsgruppen verbessern.

Anke Niederau
Ausgebildete Arzthelferin, Podologin und Lehrerin für Gesundheitsfachberufe, seit 1990 eigene podologische Praxis, freie Dozentin an verschiedenen Podologen- und Fußpflegeschulen, Fachbuchautorin.

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Session 2

13.00 – 14.40 Uhr

Notfallsituationen bei Diabetespatienten in der Podologie-Praxis

Diabetespatienten sind in der podologischen Praxis häufig anzutreffen. Der Vortrag soll dazu beitragen, diabetesbedingte Notfallsituationen rasch zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Dabei sollen auch rechtliche Aspekte zur Sprache kommen. Neben den häufigsten Formen der Blutzuckerentgleisung werden typische diabetesbedingte Fußkomplikationen besprochen (arterieller Verschluss, Osteomyelitis, Erysipel, Gangrän u.a.). Anhand von Praxisbeispielen soll aufgezeigt werden, welche Maßnahmen in all diesen Situationen zu treffen sind. 

Dr. med. Veronika Hollenrieder
Fachärztin Innere Medizin, Zusatzbezeichnungen Diabetologe DDG und BLÄK. Seit 1993 in eigener Praxis tätig, seit 2003 Leitung des ambulanten Diabeteszentrums München-Unterhaching.

Chirurgische Therapieoptionen beim Diabetischen Fußsyndrom

Die Therapie des Diabetischen Fußsyndroms stellt in jeder Hinsicht eine Herausforderung dar. Sowohl für den Patienten, der durch jegliche Therapiemaßnahme in seinem täglichen Leben eingeschränkt wird, als auch für den Arzt, der lernen muss, in diesem Zusammenhang auch mit Rückschlägen zu leben. Durch die zunehmende Spezialisierung auch in diesem Gebiet der Chirurgie/Orthopädie sind jedoch auf den Patienten und seine spezielle Krankheitsausprägung zugeschnittene Therapieformen möglich, die in einem sehr hohen Prozentsatz helfen, die früher übliche Amputation zu vermeiden.

Referent: Dr. med. Jörn Schwede 
Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig, 2008 Promotion an der Universität Leipzig zum Dr. med., seit 2011 Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“, seit 2014 niedergelassener Chirurg und Inhaber des Chirurgischen Zentrums Leipzig-Gohlis mit Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“.

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Session 3

15.30 – 17.15 Uhr

Wie der Diabetes die Sehkraft gefährdet

Diabetische Folgeerkrankungen am Auge sind vielgestaltig und können fast alle Augenstrukturen betreffen. Gefürchtet sind dabei Veränderungen, welche die Netzhaut betreffen. Ihre diabetesbedingte Schädigung kann zum Verlust der Lesefähigkeit, in einem ungünstigen Fall zur Erblindung führen. Typische klinische Veränderungen (diabetische Retinopathie, diabetische Makulopathie), die unterschiedlichen Erkrankungsstadien werden, zusammen mit unseren modernen Diagnostikmethoden und den aktuellen medikamentösen und chirurgischen Therapiekonzepten vorgestellt. Bei rechtzeitiger, konsequenter Intervention kann in vielen Fällen auch langfristig eine zufriedenstellende Sehleistung erhalten werden. Eine enge Kooperation zwischen behandelndem Hausarzt, Diabetologen, Ophthalmologen wie eine gute Compliance des Patienten ist dabei eine wichtige Grundvoraussetzung.

Dr. med. Dirk Sandner
Facharzt für Augenheilkunde, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Carl Gustav Carus Universität Dresden, Leitung des Bereiches Retinologie, operative Subspezialisierung – vitreoretinale Chirurgie, Hauptaufgabenbereich ist die medikamentöse und operative Behandlung aller Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers, einschließlich der komplexen Folgeerkrankungen des Diabetes am Auge.

Prophylaxe des Diabetischen Fußsyndroms

Das diabetische Fußsyndrom kann für den Patienten weitreichende Folgen haben. Im schlimmsten Fall führt es zur Amputation eines Teiles oder des gesamten Fußes. Das zu vermeiden, ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Hierbei ist eine enge Kooperation zwischen verschiedenen ärztlichen Fachdisziplinen, Podologen, Physiotherapeuten, Diabetesberatern, Orthopädieschuhmachern und -technikern sowie vielen weiteren Behandlern notwendig. Nicht zu vergessen ist die umfassende und wiederholte Schulung der Diabetiker.

Dr. med. Andreas Kirsten 

Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe DDG, Endokrinologe. Oberarzt am Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt, Leiter der Abteilung für Diabetes, Stoffwechselkerkrankungen und Diabetologie sowie der diabetischen Fußambulanz. Vorsitzender des Vereins Diabetischer Fuß Sachsen e.V.

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Der Veranstalter, die Health and Beauty Germany GmbH, und das Referententeam stehen für ebenso informative wie unterhaltsame Vorträge. Alle freuen sich auf reges Interesse und die nächsten gemeinsamen Präsenzveranstaltungen, die hoffentlich ab Herbst wieder möglich werden.