Eduard Gerlach hat für 37 GEHWOL-Produkte eine Halal-Zertifizierung erhalten. Sie gilt zunächst für den indonesischen Markt und trägt den dortigen regulatorischen Anforderungen Rechnung.
Halal bedeutet „erlaubt“ oder „zulässig“ und umfasst bei Kosmetik nicht nur die Inhaltsstoffe. Neben dem Ausschluss verbotener (haram) Stoffe wie tierischer Fette, Alkohol und Gelatine wird die gesamte Herstellungskette geprüft.
Nach Unternehmensangaben wurden für die Zertifizierung alle 37 Rezepturen einzeln bewertet. Rohstoffe mussten je nach Risikoprofil durch Halal-Zertifikate oder Herstellererklärungen abgesichert werden. Auch Produktionsprozesse, Reinigungsmittel, Schmierstoffe und Verpackungsmaterialien wurden überprüft. Darüber hinaus mussten organisatorische Maßnahmen wie getrennte Lagerkonzepte, definierte Produktionsabläufe sowie regelmäßige Audits und Mitarbeiterschulungen nachgewiesen werden.
„Wir haben nun die Anerkennung bekommen, zunächst für den indonesischen Markt“, sagt Dr. Andre Klemme, Regulatory Affairs Manager bei Gerlach. „Die Entscheidung für diesen Weg ist Ausdruck eines tief verankerten Werteverständnisses: Verantwortung zu übernehmen und auf regionale Bedürfnisse einzugehen. Denn überall auf der Welt sind es Menschen, die ihren Füßen etwas Gutes tun wollen“.
Hintergrund der Zertifizierung sind verschärfte gesetzliche Vorgaben in Indonesien. Dort wird die Halal-Konformität zahlreicher Konsumgüter schrittweise verpflichtend. Produkte ohne entsprechende Zertifizierung können weiterhin vertrieben werden, müssen jedoch als „nicht halal“ gekennzeichnet werden. Für Eduard Gerlach ist die Zertifizierung nicht nur eine Reaktion auf regulatorische Anforderungen, sondern auch Ausdruck der Ausrichtung auf unterschiedliche kulturelle Bedürfnisse internationaler Märkte.
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