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Diabetisches Fußsyndrom behandeln: Gemeinsam geht’s besser

Wie ist die aktuelle Studienlage zur diabetesadaptierten Fußbettung? Was hat sich in der Podologenausbildung verändert? Wie kann die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Experten aus Orthopädie, Diabetologie, Podologie und Orthopädieschuhtechnik sich in der Praxis gestalten?

Antworten gab beim 3. Interdisziplinären Vormittag „Diabetisches Fußsyndrom“ im Fußzentrum Stuttgart. In der Kapelle, den Seminarräumen und dem Foyer der Sana Klinik Bethesda Stuttgart drehte alles um das Thema: „Quo vadis – wo geht es hin mit der Versorgung?“ Fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten den Vorträgen, brachten eigene Erfahrungen mit ein und lernten in den Workshops Neues.

Herausforderungen heute

„Es gibt nicht die eine Versorgung, die allen hilft“, gab der Chefarzt des Fußzentrums, Dr. med. Dr. h. c. Michael Gabel, zu bedenken. Eine weitere Herausforderung im Umgang mit Menschen mit Diabetes ist heutzutage: „Unsere Patienten werden älter.“ Viele bringen nicht nur Diabetes mellitus plus dessen Folgeerkrankungen, sondern auch andere Krankheiten und besondere Bedürfnisse mit.

Dr. Michael Gabel, Chefarzt des Fußzentrums

Vieles rund um die Diagnostik und optimale Versorgung muss zudem noch weiter erforscht werden. Der Orthopädieschuhmachermeister Jürgen Stumpf empfahl seinem Publikum, Studien rund um das diabetische Fußsyndrom im Original zu lesen, soweit möglich. Er selbst präsentierte die aktuelle Studienlage rund um die diabetesadaptierte Fußbettung. Bei optimaler Versorgung und ausreichender Tragedauer kann eine solche Fußbettung Reulzerationen wohl doch besser vorbeugen als bisher angenommen.

Im Netzwerk erfolgreicher

Für Podologinnen und Podologen gibt es viele berufliche Möglichkeiten, zeigte der 3. Interdisziplinäre Vormittag „Diabetisches Fußsyndrom“: den sektoralen Heilpraktiker machen, an Podologieschulen unterrichten, in der eigenen Praxis ausbilden … Eine weitere Botschaft: Wer von Anfang an Netzwerke zu fachärztlichen Praxen und Kliniken baut, hat viele Vorteile. Vor allem aber gilt: Menschen mit Diabetes hilft die interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung, so lange wie möglich auf eigenen Füßen durchs Leben zu gehen. Die Referentinnen und Referenten machten Lust aufs Netzwerken und die Veranstaltung bot Gelegenheit dazu, damit anzufangen. Eine Industrieausstellung rundete das Angebot ab.

Ein ausführlicherer Bericht folgt in der Februar-Ausgabe der Podologie. Übrigens: Auch Ende 2020 wird es einen Interdisziplinären Vormittag „Diabetisches Fußsyndrom“ geben, dann am künftigen Standort des Fußzentrums Stuttgart im Karl-Olga-Krankenhaus. 

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