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Neue Therapieoption bei Ödemen und Unterschenkelulzera

UrgoK1 heißt das neue Kompressionssystem von URGO, einem der europaweit führenden Hersteller im Bereich der modernen Wundversorgung und Kompressionstherapie. Das System stellt für erwachsene Patient:innen mit venösen Unterschenkelulzera und/oder Ödemen der unteren Extremitäten, bei denen ein hoher Kompressionsdruck empfohlen wird, eine effektive Therapieoption dar. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Mehrkomponentensystemen besteht das neuartige Medizinprodukt aus einer einzigen Binde, die die Eigenschaften einer Kurzzug- und einer Langzugbinde kombiniert. Das auf einer 3D-Webtechnologie beruhende System ist nachweislich wirksam und ermöglicht eine mehrtägige Tragedauer bei einer gleichzeitig sehr patientenfreundlichen Anwendung und einem hohen Tragekomfort für die Patient:innen1, 2, 3. Es funktioniert unabhängig von der Mobilität der Behandelten.

Schnell hoher Arbeitsdruck und moderater Ruhedruck

Die Kompressionstherapie ist nach wie vor die Basis bei der Behandlung verschiedener venöser und lymphatischer Erkrankungen. Der Einsatz von Mehrkomponentensystemen, beispielsweise bei der Therapie des Ulcus cruris venosum, wird von Fachgesellschaften wie z. B. der European Wound Management Association (EWMA) empfohlen4 und hat inzwischen Eingang in die S2k-Leitlinie für die Medizinische Kompressionstherapie5 gefunden.

Das Mehrkomponenten-Kompressionssystem UrgoK1 besteht im Gegensatz zu herkömmlichen Kompressionssystemen nur aus einer einzigen Binde. Diese vereint die Vorteile und die Effektivität der gepolsterten Kurzzugbinde und der kohäsiven Langzugbinde. Durch das Anlegen dieser einzigen Binde kann schnell und einfach ein hoher Arbeitsdruck und ein moderater Ruhedruck erreicht werden. Das gewährleistet eine therapeutisch wirksame Kompression mit weniger Aufwand als bisher. Die Binde besteht aus Polyamid-, Elastan- und Polyestergarnen, die in einer exklusiven Struktur unter Verwendung einer 3D-Webtechnologie miteinander verbunden sind. Das spezielle Material verhindert ein Verrutschen und stellt sowohl in Ruhe als auch in Bewegung den therapeutisch notwendigen Druck sicher1. Die Kompressionsbinde kann bis zu sieben Tage getragen werden und verfügt über ein repositionierbares Befestigungssystem2. Um die richtige Dehnung und Überlappung des Kompressionssystems zu gewährleisten, weist die Binde auf ihrer Außenseite einen optischen Indikator auf, der als PresSure-System bekannt ist. PresSure ist eine aufgedruckte Ellipse, die sich zu einem Kreis ausdehnt, wenn der richtige Druck ausgeübt wird. Die Binde wird mit einem praktischen Klettsystem ausgeliefert, das hilft, das Kompressionssystem über einen längeren Zeitraum zu halten.

Patientenfreundliche Anwendung und hoher Tragekomfort

Die Ergebnisse der randomisierten, kontrollierten FUSION-Studie, die die Leistung von UrgoK1 (eine Binde) mit einem bereits etablierten System aus zwei Binden bei gesunden Probanden verglich, bestätigen die guten Halteeigenschaften, die gute Verträglichkeit, die einfache Anwendung und den hohen Tragekomfort des neuen Mehrkomponentensystems1. Im Gegensatz zu den häufig zur Kompressionstherapie eingesetzten Verbänden mit Kurzzugbinden sind Mehrkomponentensysteme deutlich weniger fehleranfällige und weniger zeitaufwendige Therapieoptionen, die den therapierelevanten Kompressionsdruck gewährleisten und sehr viel länger getragen werden können2, 5, 6. Foto: URGO GmbH

Links zu den Studien:

1Benigni JP et al. Phlebologie 2021, doi 10.1055/a-1487-4194, online publiziert am 21.12.2021.

2Internal clinical report of the FREEDOM trial, Clinical study number: FI-19-09-BD001.

3Internal Report – Laboratoires Urgo; Tests mit 15 Pflegefachkräften an einer Prüfpuppe

4European Wound Management Association (EWMA): EWMA Compression Therapy Programme, abgerufen am 27.02.2022

5 Rabe E. et al. Leitlinie: Medizinische Kompressionstherapie der Extremitäten mit Medizinischem Kompressionsstrumpf (MKS), Phlebologischem Kompressionsverband (PKV) und Medizinischen adaptiven Kompressionssystemen (MAK), AWMF 2019. Abgerufen am 27.02.2022

6Dissemond J et al. Phlebologie 2020, doi: 10.1055/a-1020-2268, 49: 79-86.

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