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Peroneuslähmung: Wenn der Fuß den Dienst versagt

Schlotterfuß, Hängefuß, Fallfuß ... Begriffe wie diese bezeichnen das Krankheitsbild des neurogenen Lähmungsfußes, einer Fußfehlstellung, die auf eine Nervenschädigung des Wadenbeinnervs und eine daraus folgende Lähmung des Fußhebermuskels zurückgeht: Der Fuß kann nicht mehr aktiv gestreckt oder angehoben werden und „hängt“ passiv.

Schon im Aufwachraum bemerkte Elke B., dass mit ihrem rechten Fuß etwas nicht stimmte. „Ich hatte keinerlei Empfindung in dem Fuß“, erinnert sie sich. Vor dreieinhalb Jahren hatte sich die damals 60jährige Berlinerin einer Hüftoperation unterzogen, doch als sie aus der Narkose erwachte, war etwas mit ihrem rechten Fuß geschehen: „Er tat nicht weh“, erzählt Elke B., „aber er kribbelte und fühlte sich zugleich taub und bleiern an.“ Tags darauf kamen Schmerzen hinzu: „Unbeschreibliche Schmerzen, wie ich sie nie zuvor hatte“, erzählt sie, „das Schlimmste war aber, dass ich meine Fußspitze kaum noch zu mir heranziehen konnte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr darin, egal wie sehr ich mich anstrengte, außerdem war der Fuß nach wie vor taub und schlaff.“ Im Krankenhaus erklärte man Elke B., dass sie an einer Fußheberlähmung leide, einer Komplikation, die nach einer Hüftoperation vorübergehend auftreten könne. Der Nervus peroneus, der Wadenbeinnerv, sei infolge des Eingriffs geschädigt, durch gezieltes Training sei die Störung aber meist zu beheben. Nur gelegentlich, so erfuhr Elke B., blieben die Peroneusparese, also der Ausfall des Wadenbeinnervs und die dadurch verursachte Lähmung des Fußhebermuskels, dauerhaft bestehen.

Elke B. war alarmiert, denn ein irreversibler Ausfall des Wadenbeinnervs hat dramatische Folgen: Der Gang verändert sich unweigerlich, da der Fuß durch die Muskellähmung schlaff herabhängt und nicht mehr aktiv angehoben werden kann. Zum Ausgleich dieses Defizits heben die Betroffenen das Knie beim Gehen übermäßig an, um nicht mit der Fußspitze auf dem Boden oder an Teppichkanten hängen zu bleiben und zu stolpern. So entsteht ein staksendes Gangbild, welches an das eines Storchs erinnert und auch als „Steppergang“ bezeichnet wird. Die Betroffenen laufen nur noch auf dem spitzen Vorderfuß, da ein Aufsetzen der Ferse und ein normales Abrollen nicht mehr möglich sind. Der Fuß setzt entweder mit der gesamten Sohle, mit der Außenkante oder – die häufigste Variante – nur mit dem Vorderfuß auf. Dieser wird dadurch übermäßig stark belastet, so dass sich Druckstellen und Hyperkeratosen, Hühneraugen oder Schwielen bilden. Häufig kommt es durch die Gangstörung zu einer muskulären Dysbalance, zu Fehlhaltungen und daraus resultierenden Schmerzen, aber auch zu Durchblutungsstörungen, kalten Füßen und zu einer Entkalkung der Knochen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der März-Ausgabe unserer Zeitschrift - mehr Infos unter https://podologie.de/pdf-abo-download/

Foto: pressmaster-adobestock

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