Fachzeitschrift-fuer-podologie-01-2024-header

,,Power statt sauer“ – der neue Ratgeber für Sportbegeisterte, Sportprofis und Coaches

Münster (pm). Das aktuelle Buch „Power statt ‚sauer‘ – Unser Säure-Basen-Haushalt entscheidet“ von Roland Jentschura zeigt die Problematik der Übersäuerung bei Sportlerinnen und Sportlern auf. Im Interview erklärt der Diplom-Oecotrophologe und Sportlerberater, was ihn zum Schreiben des Buchs bewogen hat und worauf Sportbegeisterte und -profis achten sollten.

Herr Jentschura, Sie haben sich an den Schreibtisch gesetzt und herausgekommen ist ein 176 Seiten starkes Buch. Was war Ihre Motivation?
Roland Jentschura: Ich berate seit vielen Jahren Sportler – von Mitgliedern in Fitnessstudios bis hin zu Profis wie etwa den Athleten des Österreichischen Skiverbands. Daher weiß ich nichtnur in der Theorie, sondern auch aus der Praxis, wie wichtig ein ausbalancierter Säure-Basen-Haushalt für unsere Leistungsfähigkeit ist. Diese Erfahrungen möchte ich gerne weitergeben
und dadurch noch mehr Menschen unterstützen.

Der Diplom-Oecotrophologe Roland Jentschura


An wen genau richtet sich das Buch?
Jentschura: Der Ratgeber richtet sich an alle Aktiven und ihre Betreuer. Viele Sportler sind unzufrieden und frustriert, weil sie ihre sportlichen Ziele nicht erreichen, einfach nicht mehr weiterkommen, vielleicht sogar Rückschritte machen und ständig verletzt sind. Und sehr häufig ist die Ursache eine Übersäuerung. Natürlich ist dieses Hintergrundwissen auch für Trainer
wichtig, um die Probleme ihrer „sauren“ Schützlinge zu erkennen und ihnen mit den richtigen Ratschlägen zur Seite zu stehen.

Warum ist der Säure-Basen-Haushalt denn überhaupt so wichtig für Sportler, wenn sie erfolgreich sein wollen?
Jentschura: Fast alle Sportler wissen, dass „der saure Muskel zumacht“ und dass übertriebenes Training bei mangelhafter Regeneration ins Übertraining führt, mit den Folgen von Leistungsabfall, zunehmendem Muskelkater und Muskelschmerzen, zunehmender Verletzungs- und Infektanfälligkeit. Aber in meinen Gesprächen mit Betroffenen, mit aktiven und ehemaligen Sportlern, mit Trainern, Betreuern und Ärzten ist der Säure-Basen-Haushalt
nach wie vor eine große Unbekannte. Dabei entscheidet sich der sportliche Erfolg wesentlich im Säure-Basen-Haushalt.

Was heißt das für die Praxis?
Jentschura: Viele Sportler denken, es komme nur auf intensives Training an. Training ist zwar der entscheidende Reiz zur Superkompensation, führt aber erst einmal zu einem körperlichen Vollschaden. Der Körper übersäuert, Zellen und Gewebe werden zerstört, Entzündungsparameter steigen und das Immunsystem fährt in den Keller. Diesen sauren Trainingsreiz müssen Sportler basisch kompensieren, sonst landen sie im Übertraining.


Und wie funktioniert das? Haben Sie konkrete Ratschläge?
Jentschura: Einer Übersäuerung sollte man schon ursächlich entgegenwirken. Entscheidend ist erst einmal die Ernährung. Die heute „normale“ Ernährung ist nicht mehr „natürlich“, sondern enthält zu viel Zucker, zu viel „leere“ Kalorien – zu viel tierische Bestandteile, Fertigprodukte sowie einen zu hohen Anteil an Soft- und Energiedrinks. Viele Sportler nehmen zudem besonders viel Fleisch und Milchprodukte zu sich – oder etwa Thunfisch, da Eiweiß bekanntlich wichtig für den Muskelaufbau ist. Tierisches Eiweiß fördert jedoch entzündliche
Prozesse und die Übersäuerung. Gute Aminosäuren bieten auch Hülsenfrüchte, Hanf und Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth. Selbst diese liegen mit bis zu 18 Prozent Eiweiß nur knapp unter Fleisch. Dafür liefern sie einen guten Vitalstoffmix und halten durch ihre komplexen Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel und damit die Leistungsfähigkeit lange
konstant.


Wenn man sich rein pflanzlich ernährt, kann man also nicht übersäuern?
Jentschura: Doch, denn beim Training – und auch in Stresssituationen – entstehen im Körper immer Säuren. Um zusätzlich gegenzusteuern, sind basische Fuß- und Vollbäder ratsam. Über unser Ausscheidungsorgan Haut wird damit die Entsäuerung und Regeneration effektiv angeregt. Wenn sowohl die Ernährung als auch die Körperpflege basisch ist, merken Sportler
schnell, wie viel effektiver das Training in der Säure-Basen-Balance ist. Die Stolpersteine Richtung Erfolg sind quasi aus dem Weg geräumt.

Zum Buch: „Power statt ‚sauer‘ – Unser Säure-Basen-Haushalt entscheidet“ Autor: Roland Jentschura
ISBN: 978-3-933874-50-4
Umfang : 176 Seiten
Preis: 19,50 Euro
Bezug: www.verlag-jentschura.de sowie über den Buchhändler bzw. die Buchhändlerin Ihres Vertrauens

Nähere Informationen zum Ratgeber „Power statt ‚sauer‘ – Unser Säure-Basen-Haushalt entscheidet“ von Roland Jentschura gibt es unter www.powerstattsauer.com Fotos: Jentschura

Weitere Beiträge

Preisanpassungen in der Podologie ab Juli 2024

Preisanpassungen in der Podologie ab Juli 2024

Zum 1. Juli 2024 werden sich die Leistungen und Vergütungen in der Podologie ändern, Sie können hier die neuen Vergütungen einsehen und herunterladen. Vergütungsübersicht ab 1.7.2024 Quelle: Verband Deutscher Podologen (VDP) Neu...

mehr lesen
Einsatz vom Ultraschall ist keine Desinfektion!

Einsatz vom Ultraschall ist keine Desinfektion!

„Wieso denn das nicht?“ werden sich nun viele Fragen. „Das machen wir doch schon immer so“ und ich antworte: „Seit 2012 machen das viel leider falsch und nur wenige haben es gemerkt.“ Seit 2012 beschäftige ich mich mit der...

mehr lesen
Hilfe bei Rhagaden

Hilfe bei Rhagaden

Wie lassen sich Rhagaden therapieren und welche Rolle spielen dabei Podolog:innen? Melanie Roithner gibt Antworten. Das Wort Rhagade stammt aus dem Griechischem und Fissur aus dem Lateinischen, umgangssprachlich auch als...

mehr lesen