Alleinstellungsmerkmale sind für jeden, der eine Praxis besitzt, wichtig. Denn nur wer sich von der Konkurrenz abhebt, hat Chancen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, weiterzuentwickeln und neue Kunden zu gewinnen. Unsere Autorin Maike Sörensen, die selbst als Podologin tätig ist, gibt in der aktuellen Ausgabe der Podologie spannende Anregungen, wie Sie Ihren Unternehmenserfolg mit Sonderbehandlungen erreichen können.

Podologische Praxen laufen momentan sehr gut, weswegen viele Praxisinhaber noch nicht die Wichtigkeit weiterer Behandlungsformen und Angebote erkannt haben. Doch wenn man einen Blick in die Zukunft wirft, sind zwei Faktoren nicht abzustreiten: Die Schulgeldpflicht ist bereits in den meisten Bundesländern gefallen. Fakt ist auch, dass derzeit viele Podologinnen und Podologen ausgebildet werden. Somit wird es in naher Zukunft mehr podologische Praxen und damit auch potentielle Konkurrenten geben. Eine Sättigung des Marktes wird über kurz oder lang eintreten – und spätestens dann wird das Thema Alleinstellungsmerkmal sehr wohl aktuell!

So sollten sich Praxisinhaber:innen beispielsweise mit diesen Fragen beschäftigen:

  • Was macht mein Studio zu dem, was es ist?
  • Warum sollte man zu mir gehen und sich therapieren lassen?
  • Welchen Grund gibt es für Arbeitssuchende in der Branche, sich bei meinem Betrieb zu bewerben und dort arbeiten zu wollen?

Wer also zukunftsorientiert handelt und sich einen Namen mit speziellen Angeboten macht, hat für die nächsten Jahre vorgesorgt. Als bestes Beispiel einer podolgischen Sonderbehandlung ist die Hydrotherapie in Form von Bädern zu nennen: 50 Prozent der Podologen:innen in Deutschland bieten sie bereits an. Ein individuell auf das Patientenproblem abgestimmtes Fußbad in den Ablauf einzuplanen ist recht einfach und sehr effektiv. Der Patient wird gleichzeitig an die Therapie für zuhause herangeführt, da es mit einem einzigen medizinischen Fußbad nicht getan ist.

Beispiel Base Bad bei Mykose-Therapie für Zuhause: drei mal wöchentlich 30 Minuten baden, ca. drei Monate lang. Ein Esslöffel Base auf eine Schüssel Fußbadewasser, körperwarme Temperatur. Erwärmtes Wasser zum Nachgießen bereitstellen, da bei 30 Minuten die Temperatur sinkt. Für diese Sonderbehandlung können ca. fünf Euro berechnet werden.

CAVE: Nicht bei Heilmittelverordnungen, da hier das Fußbad mit in der Therapiezeit zu geben wäre. Siehe Anlage 1 der Verträge mit den Krankenkassen – hier zählt das Fußbad mit in die Therapiezeit.

Weitere spannende Sonderbehandlungen und Tipps finden Sie in unserer Mai-Ausgabe.

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