Kinderfüße unterscheiden sich in Aufbau, Funktion und Belastbarkeit grundlegend von Erwachsenenfüßen. Sie befinden sich über viele Jahre in einem dynamischen Entwicklungsprozess, der durch genetische Faktoren, muskuläre Reifung, Bewegungsverhalten sowie äußere Einflüsse wie Schuhwerk und Umweltbedingungen geprägt wird. Wie es gelingt, Fehlstellungen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu begleiten, davon handelt dieser zweiteilige Beitrag.
In podologischen Praxen stellen Fußdeformitäten bei Kindern ein häufiges Beratungsthema dar. Während viele Abweichungen physiologisch und altersentsprechend sind, bedürfen andere einer gezielten Beobachtung, interdisziplinären Abklärung oder gar therapeutischen Intervention. Eine differenzierte Beurteilung ist entscheidend, um Über- oder Unterversorgung zu vermeiden und eine gesunde Fußentwicklung nachhaltig zu fördern.
Ergänzend zur medizinischen und orthopädietechnischen Betrachtung gewinnt die präventive Kinderfußpflege zunehmend an Bedeutung. Regelmäßige Beobachtung, altersgerechte Pflege, Förderung der Fußmuskulatur sowie sensorische Reize tragen zur gesunden Entwicklung bei und können langfristigen Beschwerden vorbeugen.
Weiterer Beratungsbedarf besteht oft beim Thema Schuhkauf. Unpassendes oder entwicklungshemmendes Schuhwerk kann die natürliche Fußfunktion beeinträchtigen und bestehende Fehlstellungen begünstigen. Gleichzeitig besteht bei Eltern häufig Unsicherheit hinsichtlich Passform, Material, Sohlenaufbau und Größenwahl. Fachwissen und evidenzbasierte Empfehlungen sind daher unerlässlich, um Orientierung zu bieten.
Bis etwa zum dritten Lebensjahr kann es vorkommen, dass Kinder einen oder beide Füße zeitweise in einer unphysiologischen Stellung belasten. Ursache hierfür ist häufig das nicht synchrone Wachstum von Knochen, Sehnen und Muskulatur, bei dem einzelne Strukturen phasenweise schneller reifen als andere. Dadurch können vorübergehend unregelmäßige Fußstellungen entstehen, die in viele Fällen als entwicklungsbedingt einzustufen sind.
Persistierende Fußfehlstellungen und -deformitäten
Persistieren diese Auffälligkeiten über das dritte Lebensjahr hinaus, empfiehlt sich zunächst eine orthopädische Abklärung. Dabei ist unter anderem der Frage auf den Grund zu gehen, ob angeborene Fehlstellungen – beispielsweise im Bereich der Hüfte – vorliegen, die Auswirkungen auf die Fußstellung haben.
Den vollständigen Artikel lesen Sie im exklusiven Fachteil unserer Ausgabe 3/2026.
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