Eine Onychomykose kann für die Nägel zerstörerisch sein, falls sie nicht rechtzeitig erkannt und therapiert wird. In der Juni-Ausgabe der Podologie haben wir über die Erkennung der Symptome einer Nagelpilzerkrankung berichtet. Im zweiten Teil des Artikels erfahren Sie, wie Sie Nagelpilz behandeln lässt.

Konsequent behandeln!

Ist ein Nagel infiziert, kann der Pilz nicht nur weitere Nägel, sondern auch die umgebende Haut befallen. Außerdem ist eine Übertragung auf andere Körperregionen ebenso wie auf andere Personen möglich. Wichtig ist deshalb also die möglichst baldige und richtige Behandlung, sowohl der Onycho- als auch einer eventuell bestehenden Dermatomykose.

Übrigens: Auch wenn Fußnägel viermal häufiger betroffen sind als Fingernägel, sollten Sie beim Verdacht auf eine Onychomykose auch immer die Fingernägel der Patient:innen inspizieren. Dann wird hier ebenfalls eine Behandlung erforderlich, da ansonsten der Pilz von den Händen unter Umständen die Fußnägel nach erfolgreich abgeschlossener Therapie reinfiziert.

Im Fall einer gleichzeitig bestehenden Dermatomykose ist es auch für den Behandlungserfolg des Nagelpilzes wichtig, dass das Antimykotikum

  • etwa zwei bis drei Zentimeter über das erkrankte Hautareal hinaus auf die symptomlose Randzone aufgetragen wird, da sich auch in der Umgebungshaut Pilzelemente befinden können.
  • komplett über den vom jeweiligen Hersteller angegebenen (je nach Wirkstoff sehr unterschiedlichen) Behandlungszeitraum angewendet und nicht gleich nach Abklingen der Symptome abgesetzt wird.1

Außerdem sollten Hyperkeratosen vor der Behandlung keratolytisch behandelt oder mit dem Fräser abgetragen werden, damit das topische Antimykotikum besser und rascher wirken kann. Zur Kontrolle sollte sich der oder die Betroffene in zwei- bis dreiwöchigen Abständen wieder in Ihrer Praxis einfinden.

Mehr zur Behandlung von Nagelpilz erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der Podologie 7-8. Das Heft erscheint am 08. August 2022 erscheint. Den Beitrag über die Symptomatik von Nagelpilzerkrankungen können Sie hier nachlesen.

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Quellenhinweis:

1 www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2017/daz-37- 2017/ein-paradies-fuer-pilze

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