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Warzen-Behandlung: Notwendig und herausfordernd

Warzen liegt eine Virusinfektion zugrunde. Das heißt, es gibt keine sichere, kausale Therapie. Anja Stoffel beschreibt , worauf Podologinnen und Podologen achten sollten.

Es gibt verschiedene Arten von Warzen, die je nach Aussehen, Erregertyp und Körperregion unterschiedlich klassifiziert und bezeichnet werden. Am Fuß tritt vor allem die Verruca vulgaris bzw. Verruca plantaris auf. Diese Bezeichnung ist topographisch – also eine „normale“ Warze, eben an der Region Fuß. Da der Virus die Haut zu schnell proliferierendem Wachstum anregt und lokal überverhornen lässt, kommt es zur charakteristischen blumenkohlartig erhabenen, zerklüfteten Wucherung. An belasteten Stellen des Fußes wird diese Hyperkeratose mit dem Körpergewicht beim Laufen in den Fuß gedrückt, so dass schmerzhafter Druck das Gewebe reizt („Stech- oder „Dornwarze“). Für Betroffene sind Warzen immer lästig, manchmal auch extrem schmerzhaft, je nach Lage (unter dem Nagel, an empfindlichen Reibungspunkten) und schambehaftet durch die Ansteckungsgefahr. Verrucae neigen bei Reizung oder in „aktiven Phasen“ dazu, sich in Gruppe auszubreiten und verursachen einen hohen Leidensdruck, weshalb ihre Behandlung durch die Podologie notwendig, aber auch herausfordernd ist.

Entstehung von Warzen

HPV-Viren werden über Hautkontakt übertragen, in der Regel über eine Eintrittspforte bzw. gestörte Hautbarriere. Besonders gefährdet sich anzustecken sind deswegen Personen, deren Hydrolipidfilm krankheitsbedingt herabgesetzt oder die Haut durch Verhaltensweisen beansprucht und gefährdet ist. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Personen, die eine Immunschwäche haben (Krankheit, Chemotherapie, Immunsuppression, Diabetes mellitus und andere). Unser Foto zeigt den von weiten Verucca-Feldern überzogenen rechten Fuß einer Patientin nach Nierentransplation und anschließender Immunsuppression.
  • Zeiten hormoneller Veränderung (Wachstum und Pubertät, Menopause)
  • Häufig mazerierte Haut (Schwimmbad, Winter- und Gummistiefel, Arbeitssicherheitsschuhe, schwitzende Haut; Menschen mit kalten, klammen, feuchten Füßen)
  • Barrierestörung der Haut durch chron. Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder ganz einfach sehr dünne, empfindliche Haut
  • Strapazierte Füße durch Sport (feuchtes Milieu, enge Turnschuhe, Verletzungen, Blasen, Druck- und Scherkräfte)
  • Barfußlaufen auf kontaminierten Oberflächen im öffentlichen Raum (Umkleide, Dusche, Schwimmbad), zusätzlich verstärkt durch Mikroverletzungen und Mazerieren durch Sport und Feuchtigkeit

Aussehen/Diagnostik

Verrucae sind grundsätzlich harmlos. Dennoch sollten Warzen, die stark jucken, sich schnell verändern, exsudieren, sich verfärben oder ganz allgemein auffällig werden, begutachtet werden, da das schnell proliferierende Gewebe in seltenen Fällen maligne entarten kann.
Verrucae werden per Inspektion vom Hautarzt mit der Lupe diagnostiziert, Proben werden nur in Verdachtsfällen entnommen. Auch Podologinnen und Podologen erkennen Warzen an ihrem typischen Aussehen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Juni-Ausgabe unserer Zeitschrift - mehr Infos unter https://podologie.de/pdf-abo-download/

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