Fachzeitschrift-fuer-podologie-01-2024-header

Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Richtig erkennen und behandeln

Ein HInweis auf die Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Wer beim Gehen krampfartige Schmerzen entwickelt, sollte das nicht als gewöhnliche Alterserscheinung abtun: Ohne eine passende Therapie schreitet sie weiter voran und zieht mitunter gravierende Folgen nach sich. Welche Warnsignale sollten Sie im Praxisalltag kennen? Wie gestaltet sich die Behandlung?

Ist von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit die Rede, kurz pAVK, ist eine Durchblutungsstörung in den Beinen gemeint. Konkret bedeutet das: Die Blutgefäße, die dort das Gewebe versorgen, haben sich verengt und geben weniger Blut weiter. Langfristig sorgt insbesondere der fehlende Sauerstoff für Beschwerden.

Grundsätzlich kann sich eine pAVK ebenso in den Armen entwickeln wie in den Beinen. In über 90 Prozent aller Fälle zeigt sich die Erkrankung allerdings in den Beinen.

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zu leiden. Aktuellen Schätzungen zufolge sind ab einem Alter von 70 Jahren 15 bis 20 Prozent aller Menschen erkrankt – Männer etwa viermal häufiger als Frauen.

Arterielle Verschlusskrankheit und ihre Typische Symptome: Was sollte hellhörig machen?

Die pAVK entwickelt sich schleichend und verläuft unbehandelt in mehreren Stadien. Tückisch daran: Anfangs haben die Betroffenen noch keine Symptome (Grad 0, nach Rutherford). Erst wenn die Blutgefäße so stark verengt sind, dass dahinter liegende Muskeln nicht ausreichend Sauerstoff erhalten, geben sich die Veränderungen zu erkennen.

Ein wichtiges Anzeichen für die periphere arterielle Verschlusskrankheit sind dann krampfartige Schmerzen beim Gehen oder bei anderen körperlichen Belastungen (Grad I). Betroffene müssen regelmäßig Pausen einlegen, bevor sie weitergehen können. Von diesem Umstand leitet sich auch der umgangssprachliche Name „Schaufensterkrankheit“ ab: Erkrankte machen den Eindruck, als blieben sie bewusst immer wieder stehen, um die Auslagen in Schaufenstern zu begutachten.

Im weiteren Verlauf verschlimmert sich die pAVK zusehends, bis die Schmerzen auch in Ruhe auftreten (Grad II). Möglicherweise fällt außerdem auf, dass

  • sich die Haut an den Beinen oder Füßen kalt und trocken anfühlt.
  • die Haut marmoriert oder blasser aussieht als gewöhnlich.
  • die Behaarung an den Beinen ausfällt und die Zehennägel deutlich langsamer wachsen.
  • Verletzungen nur sehr schwer abheilen.
  • sich Wunden leichter entzünden.

Über die geeigneten Gegenmaßnahmen können Sie im Heft oder im eAbo weiterlesen. Sie finden Sie den gesamten Artikel in der Podologie 1/2024

Autorin: Jenny Graf

podologie-fachzeitschrift-abo

Dieser Beitrag ist sicher auch für Sie interessant:

Weitere Beiträge

Maßorthosen – Hilfsmittel für den Fuß

Maßorthosen – Hilfsmittel für den Fuß

Maßorthosen sind vorwiegend aus der Orthopädie bekannt, nämlich als Hilfsmittel zur Stützung, Entlastung, Ruhigstellung, Fixierung oder Stellungskorrektur eines Körperteils. In dieser Funktion sind sie auch in der Podologie...

mehr lesen
Clavi – klein und gemein

Clavi – klein und gemein

Hühneraugen gehören zu den täglichen Arbeiten im Fußbereich. Manchmal freut man sich über die fast meditative, feinjustierte, konzentrierte Tiefenbehandlung. Manchmal ist eine detektivische Suche, die Lupe und ganz viel...

mehr lesen
25 Jahre Schule für Podologie

25 Jahre Schule für Podologie

Die RUCK Akademie feiert Jubiläum Die Idee einer Schule für Podologie ist bereits uralt – eine zweijährige medizinische Ausbildung in der Podologie. 1998 wurde sie Wirklichkeit unter dem Dach der RUCK Akademie. Jetzt feiert die...

mehr lesen
Morbus Raynaud Syndrom: Vorsicht bei Kälte

Morbus Raynaud Syndrom: Vorsicht bei Kälte

Menschen mit einem Raynaud-Syndrom reagieren empfindlicher als andere auf niedrige Temperaturen – besonders sind sie im Winter betroffen. Aber zu den anhaltend kalte Außentemperaturen, sind auch besonders plötzliche...

mehr lesen